Ein antikes Mentaltraining
Sie sind über 1800 Jahre alt, aber vieles in Marc Aurels Texten wirkt beinahe zeitlos. Jeder und jede tut gut daran, sich manche darin propagierte Haltung anzueignen. Gelassenheit zum Beispiel. Oder: Sich bewusst machen, dass man zwar nicht die Dinge, die einen beunruhigen, wohl aber seine Einstellungen zu diesen Dingen verändern kann. Aktueller denn je ist auch die therapeutische Technik, sich schriftlich dem eigenen Selbst zuzuwenden, wie der Kaiser persönlich es hier, in seinen Selbstbetrachtungen, tat. Heute können wir die Texte als Anregungen zur individuellen Lebensbewältigung oder zumindest als Denkanstöße annehmen.
Über den Autor Marc Aurel
Marc Aurel ist im Jahre 121 n.Chr. in Rom geboren und war von 161 bis zu seinem Tod 180 römischer Kaiser. Er ist in die Geschichte als »Philosoph auf dem Kaiserthron« eingegangen, als der letzte Stoiker der Alten Welt. Die längste Zeit seiner neunzehn Jahre währenden Herrschaft verbrachte er im Heerlager, um die Barbarenstürme abzuwehren, die das Römische Reich erschütterten. Dabei half ihm die Philosophie, Ruhe und inneren Frieden zu bewahren. Mit seinem Tod endete für das Römische Reich eine Zeit der weitgehenden Stabilität. Das Reiterstandbild auf dem Kapitol in Rom und die Markussäule auf der Piazza Colona erinnern bis heute an sein Wirken.