Agathe lebt als Drehbuchautorin in New York, als Véra Kontakt mit ihr aufnimmt. Fünfzehn Jahre lang haben sich die Schwestern nicht gesehen, doch jetzt kehrt Agathe nach Frankreich ins Périgord zurück, um gemeinsam mit Véra ihr Elternhaus auszuräumen. In den neun Tagen, die sie miteinander verbringen, müssen sie ausloten, was von ihrer einst so engen Verbindung noch übrig ist, und eine neue Sprache miteinander finden, denn Véra spricht nicht. Früher hatte Agathe das Reden für ihre kleine Schwester übernommen, doch nach den Jahren ihrer Abwesenheit steht sie einer selbstständigen und erwachsenen jungen Frau gegenüber, die gelernt hat, für sich selbst einzustehen. Schritt für Schritt tasten die beiden Schwestern sich vor, nähern sich einander an und schrecken wieder zurück, denn in der vertrauten Umgebung kommt Agathe nicht umhin, den Erinnerungen endlich wieder Raum zu geben und sich der Frage zu stellen, warum sie damals überhaupt fortgegangen ist.
Über den Autor Elisa Shua Dusapin
Elisa Shua Dusapin was born in France and raised in Paris, Seoul and Switzerland. Winter in Sokcho (Hiver à Sokcho) is her first novel. Published in 2016 to wide acclaim, it was awarded the Prix Robert Walser and the Prix Régine Desforges, and has been translated into six languages. Aneesa Abbas Higgins is a London-based translator and writer. Her translations include What Became of the White Savage by François Garde, which was the winner of a PEN Translates award, and Seven Stones by Vénus Khoury-Ghata, for which she was shortlisted for the Scott Moncrieff Prize.